HiFi statt Kompaktanlage

Was macht guten Klang aus? Das ist eine der schwierigsten Fragen, die man stellen kann – jeder definiert guten Klang anders. Viele Menschen haben sich noch nie mit hochwertiger Musikwiedergabe beschäftigt und legen vor allem Wert darauf, ihre Lieblingsmusik überall hören zu können. Da kann man leicht auf die Idee kommen, dass eine klassische Musikanlage volkommen überflüssig ist. Wer nach einer Heimanlage für den mp3 Player oder den Computer sucht, denkt typischerweise an kompakte Geräte. Docking Station, Verstärker und  zwei Lautsprecher in einer Einheit, ohne viel Verkabelung und mit wenig Platzbedarf. Vom Lieferanten des Computers oder – wenn es etwas Besseres sein soll – von renommierten  Lautsprecher-Direktversendern.

Als mich ein guter Bekannter nach einer kompakten integrierten Anlage für mp3 oder Computer fragt, kann ich eigentlich nur mit den Schultern zucken. Ich fühle mich dabei spontan an die Unterschiede zwischen den Kompaktanlagen und separaten HiFi-Bausteinen in den 1970ern erinnert. Das einzige, was ich guten Gewissens empfehlen kann, ist, einfach einmal selbst zu erleben, wie gut Musik zuhause wiedergegeben werden kann. Im Vorfeld betont er nochmals, wie wichtig Kompaktheit, Design und Budget seien. Natürlich ist mir klar, dass selbst die kleinsten Ohm Walsh Systeme ein Vielfaches des Budgets kosten, das er sich für eine kompakte Anlage gesetzt hat.

Was macht hervorragenden Klang aus? Bei Audible Emotions hab ich das erfahren!

Der Hörtermin mit mitgebrachter Musik in 128 Kb/s vom Kopfhörerausgang des iPod versetzt ihn dann doch in Erstaunen. Nie hatte er sich vorstellen können, dass sich Musik aus der Konserve so wenig nach Lautsprecher anhören könnte. Nach 1,5 Stunden war die Entscheidung gefallen, dass es wohl doch die Micro Walsh sein muss. Nicht zuletzt auch wegen der geringen Grösse und dem Design, das überhaupt nicht an einen Lautsprecher erinnert. Ein hochwertiger Digitalverstärker und D/A Wandler, die wenig Platz benötigen, komplettieren das System. Die Nagelprobe erfogte dann im ca. 30 qm grossen, L-förmigen Wohnraum. In unsymmetrischer Aufstellung mit der linken Micro Walsh in der Spitze des L und der rechten ecknah aufgestellt, ist der ganze Raum mit Musik gefüllt. Sowohl im eigentlichen Hörbereich, als auch im Gästebereich neben der Essecke.

Die Installation in Kürze:

  • Grundfläche Hörraum: 30 qm; Raumvolumen: ca. 75 Kubikmeter
  • Schwach bedämpfter Raum in L-Form
  • Schallwandler: Ohm Micro Walsh, Stereobasis ca. 3 m; unsymmetrische Aufstellung, rechts ecknah, links freistehend auf der inneren „Spitze“ des L
  • Hörabstand: ca. 2 m am Hörplatz

Musikanlage:

  • Apple mit Trends Audio Digital/Analog-Wandler
  • Trends Audio TA 10.1 Digitalverstärker
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