North Star Design Erfahrungsbericht

Ich habe gerade einen australische Web Seite besucht, in der von einem langjährigen HiFi- Freak in aller Ausführlichkeit erläutert wurde, weshalb bei gleichem Digitalsignal verschiedene Medien und insbesondere die Übertragungsstrecken keinerlei Rolle spielen (können).

Letztlich lief es auf die Argumentation der Erfinder der CD hinaus:
Entweder es kommt ein Ton, oder nicht– Qualitätsunterschiede gibt es bei CD Wiedergabe nicht.

Dabei fiel mir siedend heiss ein, dass ich ja noch meine Erfahrungen mit digitalen Wandlern veröffentlichen wollte …

Ich nutze seit längerem einen Cambridge DacMagic, der bei Hörwege in Bremen getuned wurde. Zur Sicherheit nehme ich ihn immer mit zu den Probehörsitzungen bei Interessenten der Ohm Walsh Systeme und habe damit schon bei vielen Besitzern teurer CD-Player Erstaunen ausgelöst. Sind die Player älter als 3 Jahre so ist die Übertragung mit dem DacMagic fast immer wesentlich rhythmischer und die Hochtonwiedergabe feiner und unangestrengter, bei besserer Auflösung des Nachhalls und der Räumlichkeit der Instrumente. Manchmal wünscht man sich vielleicht einen etwas strafferen Bass, je nach Geschmack, aber niemals kamen die Bässe unsauber oder wummernd. Natürlich macht man sich nicht immer Freunde, wenn man zeigt, dass man mit einem 700 EUR Wandler 3 Jahre „alte“ 4000 EUR-Player deklassieren kann….

Mit dem Aufkommen hochauflösender Formate suchte ich allerdings nach einem Wandler, der auch in der Lage war, 192 KHz Aufnahmen wiederzugeben. Insbesondere auch um der wachsenden Zahl meiner Kunden Rechnung zu tragen, die von PC oder Mac streamen, und am liebsten gleich ihre ganze Musik-Sammlung zum Probe hören mit nach Horb bringen.

Und hier kam der North Star Design usb dac 32 ins Spiel. Durch meine Kontakte zu hifi statement aufmerksam geworden, konnte ich mir den Wandler vom lokalen Händlerkollegen in Sulz am Neckar ausleihen. Und nach 2 Wochen Probezeit stand der Entschluss für diese Investition fest:

Schon bei CD-Wiedergabe löst der North Star nochmals deutlich besser auf.
Alle Instrumente bekommen eine bessere Stabilität mit viel mehr Luft, die sie umgibt, sodass sie wesentlich klarer umrissen im Raum stehen. Der Hochtonbereich ist nochmals deutlich feiner. Und interessanterweise bringt auch das Stein Filter zwischen CD-Laufwerk und Wandler nun keine Verbesserung mehr, ganz im Gegensatz zum DacMagic, wo das Stein Filter in meiner Vorführkette bisher für hörbar besseren Rhythmus und Timing sorgte.

Peter Gabriels Orchesterwerk new blood, das wir live in Mannheim erleben dürften, gibt es soweit mir bekannt ist, identisch auf CD und als 24 bit Stream. Hier fallen die Unterschiede noch grösser aus: Der Stream klingt wesentlich differenzierter in allen Bereichen, insbesondere Peter Gabriels Stimme erhält eine Echtheit und Ausdrucksstärke wie ich sie sonst lediglich von Schallplatte kenne oder eben aus dem Konzert.

Immer, wenn ich Gefahr laufe, von meiner technisch vorbelasteten Wahrnehmung in die Irre geführt zu werden, halte ich mich an eine eiserne Regel: Wenn technische Laien Unterschiede zwischen verschiedenen Komponenten hören, ohne dass sie wissen, um was es geht, und welche Komponenten in Betrieb sind, so sollte man davon ausgehen, dass Unterschiede existieren.

Und was soll ich sagen: Sowohl meine Frau, meine Tochter, als auch ihr Freund haben die Unterschiede wahrgenommen, und deutlicher als ich erwartet habe.

Und dazu braucht es keine 5000 er, auch mit der Ohm Walsh 1000 ist das problemlos nachvollziehbar. Der neue Wandler setzt nämlich die Akzente gerade dort, wo die Ohm Walsh Systeme naturgemäss ihre Stärken haben: bei Räumlichkeit, Instrumentenstaffelung und Echtheitseindruck.

Insgesamt kann ich also nur raten, sich mit dem Thema Wandler ernsthaft zu beschäftigen, hier scheint es noch echte Fortschritte zu geben.

Ich freue mich auf Ihre zahlreichen Kommentare!
Matthias Ertel
Audible Emotions

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